Gottesdienste

Hier finden Sie die Texte die Ihnen durch die Gottesdienste begleiten, die Pastor Ingrid Dörschel wöchentlich vorbereitet.

Andacht zum Ostersonntag am 12. April 2020

Lied # 112: Auf, auf, mein Herz mit Freuden nimm wahr, was heut geschieht; wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht! Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.
2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh er‘s vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält.
3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel; nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut,so mir durch Jesus Christ aus Lieb erworben ist.

MUSIKALISCHE BEGLEITUNG gibt es hier.

Das Evangelium nach Johannes, im 20. Kapitel: Am ersten Tag der Woche kommt Maria von Magdala früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weg war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen,und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und Schwestern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.

Es ist still. Die Strassen sind fast leer. Keine Menschen in den Kirchengebäuden, es ist still in den Häusern. Damals war es still an den Gräbern. Maria von Magdala steht am Grab in völliger Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Es ist still an diesem Grab, denn die Geschichte ist vorbei.Gemeinsam mit anderen Frauen und den Jüngern war Maria mit Jesus gezogen, hatte ihn predigen gehört und gesehen, wie er sich Menschen in ihrer Not zuwandte. Und jetzt: alles vorbei! Geblieben ist ihr nur ein Grab. Und jetzt scheint ihr nicht einmal das geblieben zu sein, denn der Leichnam Jesu ist verschwunden. Maria ist auf sich allein gestellt. Es ist still am Grab. Doch in diese Stille hinein klingen Fragen. Frau, warum weinst du? Die andere Frage: Wen suchst du ? Wen suchst du ? Das ist eine Osterfrage. Wer sie stellt und beantwortet haben will, kommt an Ostern, an dem Fest der Auferweckung Jesu von den Toten, nicht vorbei. Es ist die Frage nach der tiefsten Sehnsucht in unserem Leben. Wen suchst du ? Können wir – so ohne zu zögern – sagen wie Maria: Meinen Herrn? Und zu dieser Fragen findet sich auch die Antwort. Jesus selbst gibt sie. Er ruft sie mit Namen: ” Maria! ” Da, so heißt es, erkennt sie ihn, erst da. Erst da hat Maria letzte, tiefe Gewißheit: Jesus lebt, Jesus ist nicht tot. Neuer Glaube und neue Hoffnungen dürfen keimen. Es ist nicht alles vorbei. Jesus ruft uns ins ewige, unzerstörbare, unverlierbare Leben hinein. Er ruft uns bei unseren Namen. Heute ist Ostern. Christus hat gesiegt. Dies Ergebnis ist endgültig und niemand kann es verändern. Die Osterantwort steht: Jesus lebt ! Und wir dürfen mit unserem Bekenntnis antworten: Mit ihm auch ich! Immer! Amen.

Gebet: Herr, Jesus Christus, Gewalt, Hass und Mord wollten deinen Weg der Liebe verhindern. Doch du hast dich als stärker erwiesen. Deine Liebe ist und bleibt stärker als alle zerstörerischen Kräfte. In deiner Auferstehung hast du dem Tod die Macht genommen. So bitten wir dich, lass diese Kraft der Auferstehung in uns wirken dass wir uns nicht gefangennehmen lassen von dem, was uns momentan einengt und bedrückt. Lass die Kraft deiner Auferstehung in denen wirken, die gefangen sind in ihren Sorgen, Ängsten und Nöten. Bringe die Steine vor ihren Seelengräbern ins Rollen, dass sie hinaustreten können ins Licht.
Herr, Du willst Leben, Freude, Liebe und Lachen. Lass uns den Vorgeschmack deiner Auferstehung erleben und dich loben und preisen in Ewigkeit. Amen.

Lied # 100: Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit’.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

2) Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz gestorben ist; ihm sei Lob, Ehr zu aller Frist
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

3) Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt und uns erlöst vom ewgen Tod.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

4) Es singt der ganze Erdenkreis dem Gottessohne Lob und Preis,der uns erkauft das Paradeis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

MUSIKALISCHE BEGLEITUNG gibt es hier.

Andacht zum Karfreitag am 10. April 2020

Liebe Gemeinde,

Karfreitag in diesem Jahr ist ein Karfreitag ganz eigener Art. Wir können nicht in unsere Kirchen kommen und gemeinsam Gottesdienst feiern, und doch sind wir miiten im Karfreitagsgeschehen – doch anders. Wir gehen dem, was Karfreitag geschah, Raum in unseren Häusern und Wohnungen. So begegnet uns Jesus heute dort, wo wir leben und viele Stunden verbringen. Er begegnet uns inmitten unserer Fragen und Zweifel, Traurigkeiten. Er begegnet uns heute am Kreuz, und verspricht uns:“ Auch, wenn Ihr euch verlassen fühlt, so bin ich doch bei euch. Auch ich war war verlassen als ich schrie: ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen‘? Aber indem ich schrie, wusste ich, dass auch jetzt Gott bei mir ist.“

Worte aus Psalm 22: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich,
doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Aber du bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.
Unsere Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.
Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk.
Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:
Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen;
du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.
Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.

Lied # 488: Bleib bei mir Herr! Der Abend bricht herein. Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein. Wo fänd ich Trost, wärst du, mein Gott, nicht hier? Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib‘ bei mir!
4: Von deiner Hand geführt, fürcht ich kein Leid kein Unglück, keiner Trübsal Bitterkeit. Was ist der Tod, bist du mir Schild und Zier? Den Stachel nimmst du ihm: Herr, bleib bei mir.

MUSIKALISCHE BEGLEITUNG gibt es hier.

Andacht: So aktuell ist Psalm 22. Jesus fasst sein Leiden, seine Angst, seine Not in Worte der Tradition. Ein Hilfeschrei, an seinen Vater gerichtet. Es ist ein Schrei, den viele von uns auf den Lippen habem, wenn sie die Bilder der überfüllten Krankenhäuser in New York sehen, die Bilder der Särge in Italien und Spanien, die Nachrichten hören. Der leidende Jesus am Kreuz erwartet die Hilfe Gottes, seines Vaters. Und er erfährt diese, auch wenn dies in diesem Moment am Kreuz, auch wenn dies im Moment seines Todes, erst einmal ganz anders scheint. Ja, Gott geht mit seinem Sohn durch dieses Leiden. Gott geht mit seinen Sohn in den Tod, um ihn danach aus diesem wieder herauszuführen und auferstehen zu lassen. Gott, der Vater war in diesem Leiden, in diesem Tod nicht fern, sondern ganz und gar da. Und so ist Gott auch jetzt für seine Schöpfung da. Er leidet mit uns, mit jedem Einzelnen, mit den Familien, den Freunden – mit uns allen. Er leidet mit seiner Welt in diesen Tagen. Und er ist für uns da. Reicht uns seine Hand, nimmt uns in den Arm – wo wir einander nicht in den Arm nehmen können und dürfen. Gott ist da. Und wir spüren es: Ja, Gott umgibt uns hier und jetzt mit seiner Liebe und Barmherzigkeit, die er uns auf so besondere Weise in Jesus gezeigt hat, den er für uns durch den Tod zur Auferstehung geführt hat. Nehmen wie diese Liebe an. Und geben und leben wir sie weiter mitten hinein in unsere leidende Welt. Amen

Gebet: Nur wenige Menschen sind dir, Herr, bis ans Kreuz gefolgt, und haben auch unter dem Kreuz noch ausgehalten. Lass uns solche Menschen sein, die anderen beistehen in ihrer Not,
die nicht zulassen, dass andere allein gelassen werden in ihren Schmerzen, ihren Leiden, Ihrem Tod. Gib uns die Kraft, andere zu begleiten, wenn ihr Weg schwer wird, sie zu trösten, ihnen Mut zu geben. Und lass uns, Herr, auch selber Menschen finden, wenn es dunkel um uns wird und der Schatten des Kreuzes auf uns fällt. Das bitten wir im Vertrauen auf deinen Geist, der unserer Schwachheit aufhilft. Amen. Vaterunser im Himmel

Lied # 79: Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist
und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut
2) und bitten dich, wahr Mensch und Gott: Durch deine Wunden, Schmach und Spott
erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.
3) Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein allmächtig Hand,
dass wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein
4) und schöpfen draus die Zuversicht, dass du uns wirst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn, dass wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

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Andacht für Palmsonntag am 5. April 2020

Lied Nr: 11, Wie soll ich dich empfangen / und wie begegn’ ich dir,
o aller Welt Verlangen, / o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze / mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze, / mir kund und wissend sei.

Dein Zion streut dir Palmen / und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen / in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen, / so gut es kann und weiß

MUSIKALISCHE BEGLEITUNG gibt es hier

Worte aus Psalm 31:

Herr, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum. Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.

Eingangsgebet:

Ewiger Gott, du hast deinen Sohn in diese Welt gesandt als Zeichen deiner Liebe für uns.
Als Retter wurde er zuerst gefeiert – und war doch rettungslos Gewalt und Willkür ausgeliefert.
Er hat sich hingegeben, damit die Liebe das letzte Wort behält,
und wir sicher sind, dass wir auch im Tod nicht gottverlassen sind.
So hast du ein Zeichen gesetzt gegen allen Tod, gegen Unmenschlichkeit und Gottesferne,
damit wir erlöst und befreit leben können aus deiner Gnade.
Durch Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Lesung aus Matthäus 21,1-11 (Jesu‘ Einzug in Jerusalem)

„Als sie nun in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen. Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.«
Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und er setzte sich darauf.
Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!
Hosianna in der Höhe!
Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und fragte: Wer ist der? Die Menge aber sprach: Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa.“

Liebe Gemeinde, Brüder und Schwestern in Christus,
Von ganz unterschiedlichen Wartenden wird berichtet. Die Jünger stehen wartend vor den Toren Jerusalems. Hinter den Mauern spielt sich der Trubel der Stadt ab mit ihren Marktschreiern und Händlern, mit ihren Machtspielen und Ränken.
Aus dem Kreis der wartenden Jünger werden zwei ausgewählt und mit einer praktischen Aufgabe betraut. Das Warten verkürzt sich, wenn es etwas zu tun gibt.
Auch wir warten: Auf das Ende der dieser für alle herausfordernden Zeit. Auf ein anderes Leben.
Auf das Ende des Winters. Auf ein Wiedersehen mit unseren Lieben – sie wieder in die Arme schliessen zu können. Warten ist schwierig. Wenn wir Altes loslassen und uns auf Neues einlassen müssen. Wie jetzt.
Mit der Eselin und ihrem Fohlen kehren die beiden zu den übrigen Jüngern und Jesus zurück. Am Anfang stehen das Warten und der Weg. Und nun wird gemeinsam Schritt vor Schritt gegangen. Auch wir verändern unser Warten: Vielleicht telefonieren wir mehr mit anderen Menschen. Vielleicht lesen wir mehr, hören mehrRadio. Vielleicht haben einige auch etwas ganz Neues begonnen, ein neues Hobby entdeckt, oder sogar Sportübungen (leichte) gelernt. Und heute hören wir: Siehe, dein König kommt zu dir. Die Hoffnung hat ein Gesicht bekommen: ein Mensch auf einem Reittier. Jesus Christus. Mit Jesus hat die Hoffnung der Menschen ein Gesicht bekommen. Und Jesus blickt mich an und fragt: Bist du mutig, mit mir zu gehen – auch wenn du ahnst, wo dieser Weg hinführen wird? Mit mir Schritt vor Schritt zu setzen?
Eine andere Stelle aus seinem Evangelium klingt an: „Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig,“ sagt Jesus „darum kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid.“ – Der sanftmütige König, der dich mitnehmen will auf seinen Weg, kommt gewaltlos. In seiner Sanftmut und Demut verheißt er dir Ruhe für deine Seele. Du kannst bei ihm abladen, was dich bedrückt. Weil du bei ihm aufatmen und zur Ruhe kommen kannst. Lass dich von seiner Sanftmut erfüllen! Nimm Platz neben ihm und probiere es aus, wie es sich lebt: freundlich, gewaltlos, sanftmütig und demütig. Nicht auf den eigenen Willen zu bestehen. Mit anderen und mit sich selbst liebevoll und behutsam umzugehen. Aus der Ruhe zu schöpfen. Das Geheimnis zu ahnen: Das wichtigste im Leben kannst du nicht schaffen. Du bekommst es geschenkt. Auch im Warten. „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Mt 11,29). Die Worte Jesu klingen in mir nach. Sanftmütig ist er, auf den wir zugehen und der zu uns gekommen ist. Ich nehme neben ihm Platz und mache mich auf den Weg, in dieser Zeit. Schritt für Schritt. Amen.

Lied # 13: Tochter Zion:

Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir,
ja er kommt, der Friedefürst. Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

2) Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich,
Hosianna in der Höh!Hosianna, Davids Sohn,sei gesegnet deinem Volk!

3) Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron,
du, des ewgen Vaters Kind.Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!

MUSIKALISCHE BEGLEITUNG gibt es hier.

Fürbitten und Vaterunser

Herr Jesus Christus, du hast erlebt, wie Jubel sich in Trauer verkehrt hat und Menschen die Hoffnung verloren haben. Du warst mit den Leidenden und hast ihre Not gelindert und geheilt.
Darum kommen wir mit unseren Bitten zu dir und rufen: Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich für deine Kirche, dass wir die Kraft finden mit den Leidenden in dieser Zeit auszuhalten. Wir bitten dich für Menschen, die unter Ungerechtigkeit und Gewalt leiden,
für Obdachlose und Ausgegrenzte, für Menschen, die Missbrauch und Gewalt erfahren, besonders für Kinder, die zu Hause bleiben müssen und dort wenig Liebe erfahren.
Wir bitten für alle, die erkrankt sind, an dem COVIT 19 Virus und an anderen Krankheiten,
wir bitten dich für alle, die sich zu Hause eingesperrt fühlen und ihre Familie und Freunde vermissen. Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich für alle, die gegen das Virus kämpfen und für andere eintreten, ob in den Krankenhäusern oder in der Arztpraxis, im Reinigungs- und Transportdienst, in den Seniorenheimen, in den Lebensmittelgeschäften, in unsere Gemeinde, in der Regierung.
Wir bitten dich für alle in der Kirche, die unbemerkt das Beste tun um in diesen Zeiten zu helfen, Bischöfe, Pastoren, Church Council, Gemeindemitglieder.
Hilf uns allen, dass wir nicht müde werden einzutreten für Heilung und Frieden untereinander.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

In der Stille bitten wir für alle, die deine Nähe brauchen.
(Stille) Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Herr, Jesus Christus, lass deine Liebe wohnen unter denen die unter Lieblosigkeit leiden,
stärke uns, deine Liebe in Wort und Tat zu bezeugen und nimm dich unserer Bitten gnädig an.
Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und Leben schaffst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme . . .

Segen: Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht scheinen auf uns und sei uns gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf uns und schenke uns seinen Frieden. Amen

Ausgangslied # 79: Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist
und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut
2) und bitten dich, wahr Mensch und Gott: Durch deine Wunden, Schmach und Spott
erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.
3) Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein allmächtig Hand,
dass wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein
4) und schöpfen draus die Zuversicht, dass du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, dass wir durchs Kreuz ins Leben gehn.