Willkommen in Trinity!

Einladung

zu einer „Watch Party“ am Reformationssonntag, dem 25. Oktober.

Aufgrund der steigenden Zahlen von COVID 19 Erkrankten nehmen wir immer noch die Gottesdienste auf und senden diese im internet.

Aber wir dachten wir könnten diesen Gottesdienst doch auch gemeinsam anschauen?

Herzliche Einladung zu einer „watch – party“ des Reformationsgottesdienstes in der deutschen Sprache:

Am Sonntag, dem 25. Oktober um 3 PM oder um 4:30 PM.
Bitte anmelden : 780-433-1604 (Büro). Höchstzahl: 10 oder anrufen bei Fragen. Danke!

Anbei auch Information zu einem Columbarium auf unserem Friedhof. Die nächsten 10 Anmeldungen erhalten einen Rabatt.

___________________________________

Ein Brief im Oktober: Alle gute Gaben . . .

14. Oktober 2020

Liebe Mitglieder der deutschen Gemeinde, liebe Freunde:

Es gibt momentan verwirrend viele Gesetze, Regeln, Vorschriften, Gebote. Was aber ist in diesem Wirrwarr an Weisungen wirklich wesentlich? Gibt es eine Rangordnung der Gebote? Gibt es ein Gebot, das alle anderen enthält, so dass die Befolgung dieses einen alle anderen mit einschließt? Gibt es ein Gebot, das uns “eins” macht, wenn wir danach leben? Ein Gebot, das uns sammelt, uns eine Mitte gibt, um die sich alles andere ordnen kann?

Jesus gibt eine Antwort darauf „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben – und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Am „Liebesgebot,“ so sagt Jesus, „hängt das ganze Gesetz.“ Eigentlich ganz klar: „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu. So ist die Liebe die Vollendung des Gesetzes,“ argumentiert der Apostel Paulus. Und er liefert gleich die Gegenprobe: Nimm die Liebe weg, und alles andere wird leer und schal. Eine Gerechtigkeit ohne Liebe wird zur Härte; Klugheit ohne Liebe wird zur listigen Schlauheit; Mut ohne Liebe wird zur Waghalsigkeit; nichts geht gut ohne die Liebe. Alles gelingt, wenn die Liebe der Motor ist.

Das Ja zum Anderen: Das ist vielleicht die treffendste Definition der Liebe. Der Heilige Augustinus, den Martin Luther oft zitierte, sagt einmal: „Liebe, das heißt: Ich will, dass du bist.“

Liebe braucht Erfahrung. Worte genügen nicht. Wer zu mir zuerst gesagt hat: „Ich will, dass du bist,“ der hat mich zuerst geliebt. Gott hat das zu mir gesagt, als meine Eltern noch nicht wussten, dass sie mich empfangen haben. Er hat uns zuerst geliebt. Daher sollen wir auch Gott zuerst lieben. Nicht nur ein bisschen, sondern mit allen Kräften von Seele und Leib.

Aber Gott ist unsichtbar. Wie weiß ich, ob ich ihn liebe? Nur durch das zweitgrößte, gleich große Gebot: die Nächstenliebe! Sie ist der Beweis der Gottesliebe. Dass Gott uns zuerst geliebt hat, erfahren wir durch Menschen, die zu uns Ja sagen. Von Gott aber bekommen wir die Kraft zu lieben. Weil Gott die Liebe ist. Amen.

Lasst uns beten:

Die Tage der Ernte sind gekommen; es ist Zeit, dir zu danken,
du reicher Gott, du gibst uns aus deiner Fülle: Von deiner Liebe leben wir. Segne die, für die wir dich bitten.

Wir danken dir für unser Leben und das Leben derer, die uns lieb sind.
Wir bitten dich für diejenigen, die um ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen fürchten.

Wir danken dir für unser tägliches Brot und für den Reichtum in unserem Land. Wir bitten dich für alle auf der Welt, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Wir danken dir für das gute Klima in unserem Land und die reiche Ernte. Wir bitten dich für alle, die unter Missernten und den Folgen von Stürmen und Überschwemmungen leiden.

Wir danken dir für den Frieden in unserem Land und für alle, die anderen Frieden, Glück und Zuneigung schenken. Wir bitten dich für alle, die unter Krieg und Gewalt überall auf der Welt leiden.

Wir bitten dich um Segen für alles, was in deinem Namen geschieht. Es ist Zeit, dir zu danken, du reicher Gott, du gibst uns aus deiner Fülle. Von deiner Liebe leben wir. Höre unsere Bitten. Segne deine ganze Schöpfung.
Amen.

„Wir pflügen und wir streuen, den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen, steht in des Himmels Hand.
Der tut mit leisem Wehen, sich mild und heimlich auf und träuft,
wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm dankt, drum dankt ihm dankt, und hofft auf ihn!“

Ihre / Eure
Pastorin Ingrid

___________________________________

Albertaner

Die deutsch-kanadische Zeitung Albertaner ist jetzt auch im Internet und kann online unter www.albertaner.ca abgerufen und gelesen werden. Bitte abonnieren sie den Albertaner. Für weitere Details klicken Sie bitte hier.

___________________________________

Ein Brief im September: Gedanken zum Herbst

15. September 2020

Liebe Mitglieder der Trinitatis Gemeinde, liebe Freunde,

Der Herbst zieht ein. Schon verfärben sich sich die ersten Blaetter, werden die Nächte kälter und die Tage kühler. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich mag den Herbst, mag die Farbenpracht, das besondere Licht und Luft, die so ganz anders ist als an den heissen Sommertagen. Ich mag den Herbst, meinetwegen kann er ein wenig länger bleiben und der Winter ein wenig später kommen, oder?

Der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke hat ein wunderschönes Gedicht zum Herbst geschrieben:

Der Herbst verbreitet eine eigenartige Stimmung. Wir freuen uns an seiner Schönheit, zugleich mischen sich Wehmut und Trauer da hinein. Die Blätter, die wir soeben noch bewundert haben, sie welken, fallen ab und sterben. “Wir alle fallen.” So nimmt Rilke in seinem Gedicht die Blätter zum Anlass, um auf uns Menschen zu sehen. Wie der Weg der Blätter so ist auch der unsere vorgezeichnet. Wir werden fallen und aus dieser Welt gehen und keiner bleibt davon ausgenommen – “es ist in allen”.

Solche Gedanken lassen Wehmut aufkommen. Sie verstärken diese eigenartige Stimmung im Herbst.

Rilke hat in seinem Gedicht versucht, diese Stimmung aufzunehmen, um ihr am Ende eine unerwartete Wendung zu geben: es ist einer da, der mein Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält. Wir wissen, dass wir nicht nur im Leben geborgen sind, sondern auch danach—wir wissen von dem Einen, der uns in seiner Hand behält – sanft und geborgen. So wie es in unserem bekannten Kirchenlied heisst: „So nimm denn meine Hände, und führe mich. Bis an mein selig Ende, und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt, wo du wirst gehen und stehen, da nimm mich mit.“
So segne Gott uns alle und behüte uns,
er erhebe sein Angesicht auf uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen!

Ihre – Eure Pastorin Ingrid

P.S. Am kommenden Sonntag, dem 20. September, um 1 Uhr feiern wir einen Gottesdienst auf dem Friedhof in Ellerslie (Adresse: Ellerslie Road SW 9515) Alle sind herzlich willkommen! Wir denken nicht nur an die, die uns vorausgegangen sind, sondern beten für alle, die in und an diesen schwierigen Zeiten leiden. Bitte einen Stuhl mitbringen, eventuell eine Decke und eine Maske. Hot Cider wird angeboten!

___________________________________

Ein Brief an die deutsche Gemeinde
16. August 2020

Liebe Mitglieder der Trinitatis Gemeinde, liebe Freunde,

Vor einigen Jahren wanderte eine Urlauberin mit ihrem Sohn auf einem engen Wanderpfad direkt am Lake Minnewanka (in der Nähe von Banff) entlang. Plötzlich begegnete ihr auf dem Weg . . . eine Grizzly Bärin mit ihren beiden Jungen. Einige Schrecksekunden stehen Mensch und Bärin sich gegenüber. Dann hebt die Bärenmutter ihre Tatze und scheucht ihre Jungen auf den nächsten Baum. Zur gleichen Zeit schiebt die menschliche Mutter ihr Kind hinter sich. Sie beginnt langsam, ruhig und gelassen zur Bärenmutter zu reden um sie zu beruhigen. Die Bärin brummt langsam und leise, beide gehen vorsichtig einige Schritte zurück und gehen dann in die Richtung zurück aus der sie gekommen sind. Nichts ist passiert. Die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.

Das Evangelium für Sonntag, den 16. August, hat ebenfalls diese Aussage: Die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Der Text steht bei Matthäus im 15. Kapitel und dort heisst es: Jesus verließ Gennesaret und zog sich in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Und sieh doch: Eine kanaanitische Frau aus dieser Gegend kam zu ihm. Sie schrie: »Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem bösen Dämon beherrscht!« Aber Jesus gab ihr keine Antwort. Da kamen seine Jünger zu ihm und baten ihn: »Schick sie weg! Denn sie schreit hinter uns her!« Aber Jesus antwortete ihnen: »Ich bin nur zu Israel gesandt, dieser Herde von verlorenen Schafen.« Aber die Frau warf sich vor ihm nieder und sagte: »Herr, hilf mir doch!« Aber Jesus antwortete: »Es ist nicht richtig, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen.« Die Frau entgegnete: »Ja, Herr! Aber die Hunde fressen doch von den Krümeln, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.« Darauf antwortete ihr Jesus: »Frau, dein Glaube ist groß! Was du willst, soll geschehen!« In demselben Augenblick wurde ihre Tochter gesund. (Matthäus 15,21-28)

Eine Begegnung in Kanaan: Dort hat eine Mutter eine sehr kranke Tochter. Welche Mutter, welcher Vater kann schon das eigene Kind leiden sehen? Und diese Frau war verzweifelt. Sie war verzweifelt genug, um die Regeln zu brechen, die damals galten. Sie sprach in der Öffentlichkeit einen Mann an. Und nicht nur einfach einen Mann, sondern Jesus, der schon ziemlich bekannt war. Und sie sprach bzw. schrie nicht nur, sondern warf sich auch noch vor ihm nieder. Die Jünger Jesu wurden schon unruhig. Aber Jesus blieb gelassen, denn er kannte seine Mission. Und die war erst einmal an seine Mit – Juden gerichtet.

Lassen Sie uns noch einmal näher hinschauen. Jesus kümmert sich erst einmal nicht um die Gefühle der Frau. Es sind eher seine Jünger, die es stört, dass eine Frau alle Regeln bricht. Jesus kommentiert es überhaupt nicht. Im Gegenteil. Er erinnert nur, dass er in erster Linie zu den jüdischen Menschen gesandt wurde, Gottes erwähltem Volk. Diese Frau überschreitet eine Grenze. Sie gehört nicht zur Familie. Aber sie beeindruckte Jesus mit ihrer Ausdauer – und er wendet sich an sie mit den Worten: „ Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.“ Hunde war damals ein beliebter Ausdruck für die Leute aus Kanaan. Aber die Frau aus Kanaan ist ohne Furcht und schlagfertig: „Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“

Jesus—endlich—sieht sie und erkennt, wer sie ist, eine Frau voller Glaube und Liebe. Und er erwidert: „Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen.“

Damit weitet Jesus seine Mission aus und bricht die Mauern zwischen Juden und Nichtjuden nieder. Er nimmt die auf, die vorher „nicht zur Familie“ gehörten. Das war ein großer Schritt für ihn. Der Evangelist Matthäus beschreibt hier, wie Jesus Jahrhunderte Jahre alte Vorurteile und Mauern niederreißt und sich Menschen zuwendet, die er vorher nicht sah. Er öffnete damit die Tür zur weltweiten Mission. Nicht mehr nur sein Volk der Juden sollte sich verändern, sondern jetzt . . . alle Menschen. Er wurde von einer verzweifelten Mutter überzeugt, diesen Schritt zu tun und in Zukunft wird er noch vieles mehr tun: sich den Kindern zuwenden und den behinderten Menschen und den Frauen und Aussenseitern seiner Gesellschaft.

Wer sind für uns die anderen? Gibt es für uns Menschen, die wir als Hunde bezeichnen würden? Wen erkennen wir als unseren Nachbarn an? Haben wir in unseren Herzen noch Spuren von Rassismus?

Es gibt es Mauern zwischen den Menschen. Manchmal fühlen sich Menschen in unserer Gegenwart nicht willkommen. Menschen leben um uns herum, die an den Rändern der Gesellschaft stehen. Menschen leben mit uns, die zweifeln. Jesus wandte sich allen Menschen zu. Damit veränderte er sich und wurde zum Heiler aller Menschen. Die Frau aus Kanaan veränderte sich, weil ihr jemand zuhörte. Und ihre Tochter wurde geheilt.

Veränderungen machen Angst, besonders wenn dass, was wir so lange für richtig hielt, auf einmal in Frage gestellt wird. Veränderungen machen Angst, gerade in den Zeiten, in denen wir leben. Wenn wir unsicher sind, ängstlich oder überfordert, dann setzen wir enge Grenzen, reagieren aus Angst heraus, manchmal werden wir ungerecht und sogar lieblos.

Die Frau in unserem Evangelium erinnert uns daran, dass in Jesus Christus wir alle eins sind. Wir alle leben aus Gottes Gnade heraus. Das gilt für Alte und Junge, Arme und Reiche, mit Haus oder ohne, Schwarz und weiß, LGBTQ . . ., Mann und Frau. Seine Gnade reicht für alle und jeden und jede.

Wir sind alle Gottes Kinder—natürlich, manche Türen müssen noch geöffnet werden und manche Grenzen überschritten, Vorurteile und Nachrede überwunden und übersetzt werden in Worte der Anteilnahme, des Verständnisses und der Liebe – im Namen Gottes! Amen.

Gott segne uns alle und behüte uns,
er erhebe sein Angesicht auf uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen!

Ihre –Eure Pastorin Ingrid

PS: Bitte vormerken: Wir feiern einen Gottesdienst “im Grünen“ am Sonntag, dem 6. September um 11 Uhr. Mehr Information wird Sie Anfang September erreichen. Wenn Sie Fragen haben, bitte rufen Sie unser Büro an: 780 433 1604.

___________________________________

Brief an die deutsche Gemeinde
28. Juli 2020

Liebe Mitglieder der Trinitatis – Gemeinde, liebe Freunde,

In meinem letzten Brief an Sie / Euch habe ich noch einmal auf unser Wahlverfahren hingewiesen. Nun bin ich froh Ihnen miteilen zu dürfen, dass Erin Thomas, unsere ehemalige Vikarin, zum „Associate Pastor“ gewählt wurde. 84% der Wähler haben Ihrer Wahl zugestimmt. Das ist eine gute Nachricht!

Ich weiss dass einige von Ihnen sich fragen, ob ein zweiter Pastor, eine zweite Pastorin denn notwendig sei, gerade in diesen Zeiten.

Ich möchte Ihnen gerne darauf antworten: Gerade in diesen Zeiten ist es notwendig, sich der Frage zu stellen, wie wir Kirche sein können für unsere Mitglieder, wie wir Kirche sein können wenn alle Beschränkungen wieder aufgehoben sind, und wie wir Kirche sein können im 21. Jahrhundert. Das ist harte Arbeit. Aber seien Sie versichert, dass die Pastoren und church council sich diesen Fragen stellen um Kirche sein zu können, heute und in Zukunft.

Wir leben in unsicheren Zeiten, das ist keine Frage. Umso wichtiger ist, immer wieder nach Worten der Hoffnung, des Mutes und der Zuversicht zu fragen. Die Lesung am Sonntag, dem 26. Juli ist so ein Wort der Hoffnung. Sie steht im Brief des Paulus an die christliche Gemeinde in Rom, im 8. Kapitel. Dort heisst es:

„Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8, 35 – 39)

Vor den Schranken der römischen Gerichte haben die frühen Christen im ersten Jahrhundert oft gestanden. Auch der Apostel Paulus wird wegen seiner Missionstätigkeiten angeklagt. Er wird in Ephesus in das Gefängnis geworfen und muß mit wilden Tieren kämpfen. Es gab Situationen, in denen Paulus meint, sein letztes Stündlein habe geschlagen. Viele seiner Glaubensfreunde in Rom und an anderen Orten im Römischen Reich werden vor Gericht und vor den Richter gezogen und gestellt. Häufig wird kurzer Prozess gemacht. Die frühen Christen haben die Worte des Apostels haben immer wieder abgeschrieben und sich gegenseitig vorgelesen, immer wieder, um sich Mut zu machen.

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

Im Kampf vor Gericht, im Kampf um das eigene Leben weisen die Worte des Paulus auf einen ganz besonderen Anwalt und Fürsprecher: ein Anwalt und Fürsprecher, der sich für uns hingibt; ein Anwalt und Fürsprecher, der seinen eigenen Sohn an Stelle anderer den Preis zahlen lässt; ein Anwalt und Fürsprecher, der für uns spricht, auch wenn vieles gegen uns spricht.

Wir haben einen Anwalt und Fürsprecher, der uns nicht wegen eines verlockenden Honorares verteidigt. Unser Anwalt und Fürsprecher tritt buchstäblich für uns ein: Er nimmt auf sich, was uns vorgehalten und vorgeworfen wird; er bezahlt unseren Schuldschein, unsere Rechnung. Dieser wunderbare Tausch oder “fröhliche Wechsel”, wie es Martin Luther einmal formuliert, ist die Botschaft des Apostel Paulus: Wer kann uns scheiden . . . ?

Der Schriftsteller, Theologe und Pfarrer Lothar Zenetti (1926 – 2019) beschreibt in seinem Gedicht „Am Ende die Rechnung“ auf eine besondere Art und Weise die Liebe Gottes zu uns:

„Einmal wird uns gewiß die Rechnung präsentiert
für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter,
die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen,
für den Schnee und den Wind,
den Vogelflug und das Gras
und die Schmetterlinge,
für die Luft, die wir geatmet haben,
und den Blick auf die Sterne
und für alle die Tage,
die Abende und die Nächte.

Einmal wird es Zeit, daß wir aufbrechen und bezahlen:
„Bitte die Rechnung.“

Doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht:
Ich habe euch eingeladen,
sagt der und lacht, soweit die Erde reicht:
Es war mir ein Vergnügen!“

Ein Gebet
Gott, unendliche Weisheit,
jeden Tag begegnen uns Spuren deiner Gegenwart,
verborgen in der Welt wächst dein Reich.
Öffne uns die Augen, dass wir Eingang finden in dein Reich.
Schenke uns Einsicht und Weisheit, dass wir schon jetzt danach leben.
Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. Amen.

Aus dem Gesangbuch Lied # 329: Bis hierher hat mich Gott gebracht

Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte,
bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte,
bis hierher hat er mich geleit, bis hierher hat er mich erfreut,
bis hierher mir geholfen.

Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisher‘ge Treue,
die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue.
In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan,
bis hierher mir geholfen.

Hilf fernerhin, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden.
Hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden.
Damit sag ich bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott;
er hilft, wie er geholfen.

Ihre und Eure Pastorin Ingrid

___________________________________

Brief an die deutsche Gemeinde
8. Juli 2020

Liebe Mitglieder und Freunde der deutschen Gemeinde,

Den letzten Brief aus Ihrer Trinitatis—Gemeinde haben Sie vor einigen Tagen erhalten, einen Brief in der englischen Sprache von Silvia Becker, council chair, und Peggy Boss, chair des call committees. Vielleicht haben Sie Fragen zu den Informationen, die Sie erhalten haben? Bitte zögern Sie nicht, das Kirchenbüro anzurufen (780-433-1604).

Es ist aufregend und zukunftsweisend für eine Gemeinde einen zweiten Pastor zu rufen. Ich möchte Ihnen gern eine kurze Zusammenfassung geben über das, was bisher geschah und was noch geschehen muss: Im Januar, beauftragte church council ein call committee, nach einem zweiten Pastor oder einer zweiten Pastorin zu suchen. Wir haben uns an die Gemeinde gewandt und die Gemeinde gebeten, uns mitzuteilen, welche Eigenschaften ein zusätzlicher Pastor haben sollte. Nachdem wir dies Gemeindemitgliedern hörten und auch nachdem unser Schatzmeister, Frank Thede, sein okay gegeben hatte, entschied das call committee einstimmig Erin Thomas als einzige Kandidatin vorzuschlagen. Nach einem langen und intensiven Gespräch, stimmte auch church council einstimmig dafür, Erin Thomas der Gemeinde als Kandidatin vorzuschlagen. Wegen COVID-19 konnten wir leider zu keiner Gemeindeveranstaltung einladen, so haben wir in Briefen und durch das Internet zu Telefonkonferenzen eingeladen, die Anfang Juli stattfanden.

Nun ist Wahl – Zeit: Sie haben sicherlich in Ihrem Brief eine Wahlbescheinigung erhalten. Diese muss spätestens am 17. Juli im Kirchenbüro eintreffen. Wenn dies nicht möglich ist, so kommen Sie bitte persönlich zur Kirche und wählen Sie entweder am:
Samstag, dem 18. Juli von 12 bis 3 PM oder
Sonntag, dem 19. Juli von 11 AM bis 2 PM

Auf der letzten Seite des vorherigen Briefes (des Briefes von church council and call commitee) finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten, z.B. zu den Finanzen, der deutschen Sprache und mehr. Vielleicht sind einige der Fragen auch Ihre Fragen. Ich hoffe, Sie finden die Antworten befriedgend, wenn nicht, bitte rufen Sie uns an!

Hier sind noch andere Nachrichten aus Ihrer Gemeinde:

1. Eine Arbeitsgruppe COVID-19 ist gegründet worden (Rosanne Thede, Jeff Gusdal, Bobbi Belsek, Monica Bishop und Pastorin Ingrid). Mit Hilfe der Vorschriften von Alberta Health und den Vorschlägen der Synode von Alberta haben wir an Bestimmungen für z.B. Hochzeiten, Beerdigungen und Versammlungen von kleinen Gruppen gearbeitet. Wir haben auch entschieden, vorerst keine Sonntags-Gottesdienste zu feiern, das Risiko der Ansteckung besonders für unsere älteren Gemeindemitglieder ist einfach zu hoch. Vielen Dank für Ihre Geduld und für Ihre Gebete.

2. Vielleicht haben Sie in den Nachrichten gehört, dass die Stadt Edmonton die Sportzentren wieder geöffnet hat. Damit fallen die Schlafplätze für viele Menschen ohne Wohnung weg. Mustard Seed hat sich wieder an die Trinitatis-Gemeinde gewandt und um Übernachtsmöglichkeiten für unsere heimatlosen Nachbarn gebeten. Church council hat dem zugestimmt. Es ist wichtig zu helfen, auch um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Die Übernachtung geschieht nach strengen Regeln, die Kirche wird täglich gereinigt und desinfiziert. Finanziert wird das Projekt durch die Regierung von Alberta.

3. Bitte beten Sie für die Familien und Freunde von Olga Lukat, Martha Fester und Mathilde Kaiser (früher St. Paulus-Gemeinde). Olga, Martha und Mathilda haben Ihren Frieden in Gott gefunden und ruhen in Gottes Händen und seinem Frieden.

Das ist alles für heute, der nächste Brief enthält wieder eine Andacht. Für heute möchte ich mich von Ihnen verabschieden mit den Worten des Apostel Paulus aus dem Römerbrief 8, 35 – 39:
„Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

Ihre / Eure Pastorin Ingrid

___________________________________

Brief an die deutsche Gemeinde
31. Mai 2020

O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.
(Lied zu Pfingsten # 124,1)

Liebe Gemeinde und Freunde der Trinitatis-Kirche,

am 31. Mai haben wir das Pfingstfest gefeiert und obwohl wir uns nicht in unserer Kirche versammeln konnten, so wurde diese doch festlich geschmückt. Herzlichen Dank, Adam und Helga Roth.

Wenn wir an das Pfingstwunder damals in Jerusalem nachdenken, so stand eine Frage im Mittelpunkt. Die Frage: Was will das werden? – So fragten damals diejenigen, die das Pfingstwunder in Jerusalem beobachteten, ratlos und entsetzt: Was will das werden? Denn da war ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm, aber keiner kam zu Schaden, und sie sahen Feuerzungen überall, aber keiner verletzte sich. Jeder hörte sich in seiner eigenen Muttersprache reden, und dennoch verstanden sie einander, und irgendwie war alles ganz anders auf einmal.

Was will das werden?– So haben wohl auch die Freunde von Jesus entsetzt gedacht, als man Jesus gefangen nahm damals, am Passah Fest, und ihn abführte zum Verhör, zur Verurteilung und dann zur Hinrichtung. Sie ahnten Schlimmes, aber dass das Schlimmste wahr werden würde, daran wagten sie gar nicht zu denken: Kreuzigung und Tod.

Was will das werden? – So dachten bestürzt Maria Magdalena und Maria am Ostermorgen als sie das Grab offen sahen und bemerkten, dass der Leichnam Jesu nicht mehr da war. Das leere Grab bedeutet zunächst nur die Fortsetzung des Grauens des Karfreitags, bis die Frauen das Licht wahrnahmen, dass in der Tiefe der Finsternis auftauchte: Ich habe ihn gesehen, rief Maria Magdalena, er ist auferstanden.

Was will das werden? – So dachten die Freunde Jesu als sie beobachteten, wie Jesus am Himmelfahrtstag in eine andere Dimension, in den Himmel um uns herum eintrat. Sie gingen dann nach Jerusalem zurück und blieben zusammen und warteten, warteten, warteten…bis, dann, Tage später, sie spürten, dass sie mit Kräften erfüllt wurden, von denen sie bislang gar nichts ahnten.

Aus den verzweifelt Traurigen des Karfreitags, aus den zaghaft Hoffenden von Ostern werden plötzlich zuversichtlich Glaubende. An Pfingsten werden sie zur Nachfolge gerufen und mit dem Bau der Gottes-Welt beauftragt. Deswegen heisst es auch, dass an Pfingsten die Kirche geboren wurde.

Was will das werden? – Das sind unsere Fragen heute. Was will das werden mit unserem Leben in COVID 19 Zeiten und danach? Was will das werden mit der Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Frieden? Was kommt noch auf uns zu?

Was will das werden? – Seit dem Karfreitag auf Golgatha wissen wir, dass auch das Schlimmste wahr werden kann. Doch wir wissen auch, dass in der Tiefe der Finsternis das Licht wieder auftaucht. Wir sind „Oster – Kirche“ – Auferstehung ist uns versprochen und neues Leben ist uns gewiss. Nicht nur nach dem Sterben, sondern auch un unserem Leben. So beten wir, dass auch zu uns der Gottes Geist kommt, wenn wir müde und verzagt sind und wenn uns die Zukunft nur noch als schwarzes Loch erscheint. Beten wir, dass wir in unserer Verzagtheit getröstet werden. Beten wir, dass der Geist Gottes uns die Augen öffnet , für Gottes Wirken um uns herum, für die aufblühende Natur, den klaren Himmel, die Freundlickheit und Liebe von Menschen und jede Fürsorge.

Beten wir, dass durch Gottes Geist und unser Handeln unsere Welt in eine Welt des Friedens verwandelt wird und dass Lebensräume entstehen, wo bislang der Tod regierte.

Und „was will das werden“ verwandelt sich in ein Staunen darüber, was bei Gott alles möglich ist. Was will das werden? Es wird gut werden. Amen.

Und gemeinsam beten wir:

Vater unser im Himmel. Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Amen

Nachtrag:

Vielleicht haben sich einige von Ihnen gefragt, wann die Trinitatis-Kirche wirder geöffnet wird. Der Bischof unserer Synode, Bischof Larry Kochendorfer, hat die Empfehlung ausgesprochen, die Kirchengebäude noch nicht so schnell zu öffnen, die Gefahr der Ansteckung wäre noch yu gross. Church council hat dem zugestimmt. Bitte finden Sie unten den Wortlaut des letzten Beschlusses:

The province’s guidelines now allow small in-person religious assemblies under strict health precautions that will significantly change our worship experience. The overall recommendation still is to continue with remote services. In a letter from May 22, Bishop Larry writes: “Any congregation considering meeting in person for worship once more is encouraged to form a team to carefully consider the needs and vulnerabilities of their congregation, and the expectations of Public Health officials.”

On Tuesday, May 26, church council decided to continue with remote Sunday services. Council also decided to establish a small team that will develop recommendations and guidelines for Sunday services and other assemblies, such as funerals, at Trinity. They will be presented to church council for approval. If you are interested in participating in this team, please contact us. We are looking in particular for people from the health professions or with experience in logistics.

Gott sei mit Ihnen, wie immer:
Ihre
Pastorin Ingrid
Büro: 780-433-1604

___________________________________

Pfingsten

Wir laden Sie ein, den Pfingstsonntag mit uns in der Trinitatis Gemeinde in Edmonton zu feiern:

___________________________________

Brief an die deutsche Gemeinde

Auf dieser Seite finden Sie die Gemeindebriefe von unserer Pastorin, Ingrid Doerschel, die neusten zuerst.

Wöchentliche Gottesdienstabläufe und gelegentliche musikalische Darbietungen finden Sie hier.

Materialien für Kinder gibt es hier (auch Erwachsene dürfen gerne hereinschauen!)

24. Mai 2020

Liebe Gemeinde und Freunde der Trinitatis-Gemeinde,

Dieses Foto, das Sie sehen, zeigt die Linde an der Ostseite der Kirche. Noch sind kaum Blätter zu sehen, aber es wird nicht mehr lange dauern und die Linde wird in voller Blüte stehen. Es ist Frühling.

Morgen, am Donnerstag dem 24. Mai, feiern wir das Himmelfahrtsfest, ein Feiertag in Deutschland. Die Geschichte von Christi Himmelfahrt finden wir in der Apostelgeschichte, im ersten Kapitel. Dort heisst es: Als Jesus nach seiner Auferstehung wieder mit den Aposteln zusammensaß, sprach er ihnen Mut zu: „Wartet darauf, dass in Erfüllung geht, was der Vater versprochen hat. Ihr habt es ja schon von mir gehört: Johannes hat mit Wasser getauft. Aber ihr werdet in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.« Da fragten ihn die Versammelten: »Herr, stellst du dann das Reich für Israel wieder her?« Jesus antwortete ihnen: »Ihr braucht die Zeiten und Fristen nicht zu kennen. Mein Vater allein hat sie in seiner Vollmacht festgelegt. Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr Kraft empfangen. Dann werdet ihr meine Zeugen sein – in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis ans Ende der Erde.« Nach diesen Worten wurde er vor ihren Augen emporgehoben. Eine Wolke nahm ihn auf, sodass sie ihn nicht mehr sehen konnten.

Gott ist im Himmel. Das Wort von der „Himmel-fahrt” legt das nahe: Gott ist im Himmel. Doch so einfach und selbstverständlich dieser Satz auch sein mag, so kommt doch die Frage in den Sinn: „Wo ist denn der Himmel?“ Und: „Wenn Gott im Himmel ist, ist er da nicht weit weg von mir? Fehlt Gott nicht da, wo ich ihn brauche, nämlich mitten in meinem Leben?“

Das waren sicherlich auch die Fragen der Jünger Jesu, nachdem sie Abschied genommen haben von Jesus. Nach seiner Auferstehung hat sich Jesus den Jüngern immer wieder gezeigt, so erzählt es die Bibel. Fast wie ein Abschied auf Raten war das, der den Jüngern Gelegenheit gab, sich langsam auf seinen endgültigen Weggang einzustellen. Wir wissen nicht, wie Jesus den Jüngern erschienen ist, sie haben jedoch seine Gegenwart glaubhaft und spürbar erfahren. Er hat mir ihnen geredet, er hat ihnen Mut gemacht, er hat sie getröstet und noch viel mehr: Er hat sie aufgefordert, in seinem Namen weiterzumachen. Jesus ermutigte und tröstete sie und versprach ihnen, dass es weitergehen wird. Er wusste, sie brauchten Kraft für die neue Aufgabe, die sie nun erfüllen sollten: Andere Menschen zum Glauben einladen. Anderen weitersagen, dass der, den man nicht sehen und beweisen kann, dennoch spürbar da ist. Diese Kraft verspricht ihnen Jesus, die Kraft des Heiligen Geistes: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“ Wo der Heilige Geist ist, da ist Jesus, da ist Gott selber. Der Heilige Geist ist die nicht greifbare, aber spürbare Kraft und Ermutigung Gottes.

Weiterleben ohne den greifbaren und sichtbaren Herrn: Ist diese Situation der Jünger nach Jesu‘ Himmelfahrt nicht auch unsere Situation momentan? Weitermachen, auch wenn manche Türen noch verschlossen sind. Weitermachen, auch wenn man die Kinder nur durch eine Glasscheibe sehen kann. Weitermachen, auch wenn ich den anderen nicht umarmen darf. Weitermachen, auch wenn mir manchmal die Decke auf den Kopf fällt. Wo ist Gott in dieser Zeit?

Diese Frage wird besonders von Menschen gestellt, die von Krankheit, Trauer oder Einsamkeit wie gefesselt sind. Sie brauchen spürbare Kraft. Sie brauchen spürbare und erfahrbare Ermutigung für den nächsten Tag. Und Gott sei Dank gibt es das auch immer wieder, dass Kraft da ist, die man gar nicht vermutete: Einfach so, oder durch einen Anruf, einen Brief, eine Karte. Kennen Sie vielleicht jemanden, der sich über einen Anruf freuen würde.

Wo ist Gott? Gott ist da. Ganz sicher in der Natur, wo alles beginnt zu grünen und zu blühen. Gott ist da, wenn die Fragen kommen, die Einsamkeit. Gott ist im Dunkeln. Gott ist da. Himmelfahrt – doch der Himmel ist nicht weit weg. Gottes Himmel ist überall und er ist ganz nah. Er ist um uns. Er ist in uns. Und so bedeutet Himmelfahrt auch nicht: Jesus ist verschwunden. Sondern: Er ist mitten unter uns. Eine Geschichte zum Ende: Ein Kind kommt zu einem Rabbi , das ist ein jüdischer Lehrer, und will ihn testen. „Ich gebe dir 100 Groschen, wenn du mir sagst, wo Gott wohnt.” Der Rabbi darauf nach einer kurzen Pause: „Und von mir bekommst du 200 Groschen, wenn du mir sagst, wo er nicht wohnt.” Amen.

Lied Nr. 123, Jesus Christus herscht als König
1. Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß. Aller Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß.
2. Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, mit dem Geiste sie getaufet, und sie lebet, weil sie glaubt.
3. Ihnen steht der Himmel offen, welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine weiß, daß eine Zeit erscheine, da sie ihren König grüßt.

Fürbitten:
Gott, himmlischer Vater, mit Christus hast du uns dein lebendiges Wort geschenkt,
durch deinen Geist machst du uns selbst im Glauben lebendig.
Wir kommen zu dir, als deine Kinder, die du geschaffen hast und täglich erhältst.
Wir bitten für deine Kirche, die ein Leib ist in Christus,
dass wir schon hier Einheit erfahren und zusammenfinden an deinem Tisch.
Wir bitten dich für Menschen, die Mangel leiden,
Mangel an Essen und Trinken, Mangel an Liebe und Zuwendung,
Wir bitten dich für Menschen, denen der kommende Tag als Last erscheint,
für die Kranken, für die Traurigen, für die Mutlosen.
Wir bitten dich besonders für Otto und Irene, Ursula und John, Hermann und Talita.
Wir bitten dich für die Familie von Sig Kerker.
(Sig starb am 8. Mai, seine Beerdigung war am 19. Mai.)
Wir bitten dich für …
Gott, deine Barmherzigkeit hat kein Ende, darum nimm dich unserer Bitten an,
durch Christus, unsern Heiland, der mit dir und dem Heiligen Geist,
lebt und Leben schenkt in Ewigkeit. Amen.

Ganz herzlichen Dank für Ihre Anrufe, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, kleinen Briefe…es tut gut sich verbunden zu wissen. Passen Sie gut auf sich auf.
Es segne und behüte Sie Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen!

Ihre Pastorin Ingrid

Nicht nur um Danke zu sagen, auch wenn es Ihnen schwer um das Herz ist, bitte anrufen: 780-433-1604.

___________________________________

Gemeindebrief

6. Mai 2020

Liebe Mitglieder der deutschen Gemeinde, liebe Freunde,

heute möchte ich meinen Brief an Sie und Euch mit einem Gedicht beginnen, einem Frühlingsgedicht, dass einige von Ihnen sicherlich kennen.
Das Gedicht wurde geschrieben von dem deutschen Dichter Eduard Mörike im Jahr 1828:

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, sollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s! Dich hab’ ich vernommen!

(Maiglöckchen in Edmonton)

Der Frühling ist schon immer ein Sinnbild für neues Leben gewesen. Aus der braunen kahlen Erde sprießt neues Grün. Zweige, die wie tot schienen, fangen an zu treiben. Blütenpracht leuchtet.

Ohne unser Zutun geschieht das Wunder Jahr um Jahr, vor unseren Augen, mit allen Sinnen zu spüren. Es tröstet, dass wir den Frühling auch in diesen Tagen wieder deutlich spüren können. Und trotzdem ist dieses Mal vieles anders. Der Coronovirus lässt viele von uns zu Hause bleiben und die Natur vom Fenster aus beobachten. Dennoch: manche von Ihnen können in den Garten gehen, entweder in den Garten des Seniorenheimes oder sogar in den eigenen Garten.

Manche von Ihnen gehen vielleicht auch spazieren, oder geniessen einfach das frische Grün vom Balkon aus. Unabhängig davon wo Sie sind und was sie tun, mit offenen Augen können wir den Frühling sehen und ihn geniessen.

Ich weiss nicht wie es Ihnen ergeht, aber nach dem langen Winter und auch gerade wegen der Beschränkungen erlebe ich den Frühling in diesem Jahr intensiver, warte auf die Blüten des Flieders im Garten und beobachte das Wachsen der zarten Pflänzchen. Neues Leben!

Neues Leben: Leben, das stärker ist als jede Dunkelheit und stärker als der Tod. Dieses Leben ist uns Ostern versprochen worden. Und immer noch feiern wir die Osterzeit, die erst am Pfingstsonntag endet. Aber vielleicht feiern wir in diesem Jahr mehrmals Ostern. Jetzt und dann, wenn wir uns alle wiedersehen, das ist noch einmal wie Ostern.

Der alte Ostergruß lautet: Der Herr ist auferstanden, und die Antwort ist: Er ist wahrhaftig auferstanden. Dieser Gruß gilt immer. So wie der Frühling immer kommt und uns in jedem Jahr neues Leben schenkt.

Der Herr ist auferstanden . . . er ist wahrhaftig auferstanden ist eine grosse Botschaft der Hoffnung.

Eine kleine Hoffnungsbotschaft habe ich Ihnen von einem Spaziergang mitgebracht. Ich habe im Mill Creek Ravine bemalte Steine gesehen, einige Familien und Kinder haben Steine gesammelt und schön bemalt und beim nächsten Spaziergang wieder abgelegt als Hoffnungsbotschaften für alle. Hier ist ein kleiner Glückskäfer für Sie mit einem Segen: Gott bewahre uns im Tun wie im Lassen. Gott behüte uns im Wachen wie im Schlafen. Gott segne unser Leben und Sterben. Gott segne unseren Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Ihre /Eure Pastorin Ingrid

___________________________________

In der Osterzeit April 2020

22. April 2020

Liebe Gemeinde und liebe Freunde,

Eines meiner Lieblingslieder aus dem deutschen Gesangbuch ist das Lied # 66:

Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude;
A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide;
Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!
Himmel und Erde, erzählet’s den Heiden:
Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

Mit diesem Lied ist eigentlich alles, was wirklich wichtig ist, gesagt. Denn das ist es, was wir jeden Sonntag feiern, woraus wir leben und was uns Trost und Hoffnung gibt: „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.“ Freude ist uns versprochen, die uns keiner nehmen kann.

„Jesus ist kommen, nun springen die Bande,
Stricke des Todes, die reißen entzwei.
Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden;
er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,
bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;
Jesus ist kommen, nun springen die Bande.“

In diesem Vers steckt das vielleicht größte und kostbarste in der Geschichte Gottes mit uns: Gottes Liebe in Christus ist so groß, dass sie selbst die Sünde und Schande, die Zweifel und Einsamkeit, die Verlassenheit und Angst in die Knie zwingt. Leben pur, nichts weniger als das bekommen wir geschenkt.

Es tut gut sich an dieses Geschenk zu erinnern, gerade in diesen Zeiten, in denen ein unsichtbares Virus uns so sehr bedroht. Es tut gut sich immer wieder Gottes beständiger Liebe anzuvertrauen, wenn alles um uns herum nicht mehr beständig ist. Es ist auch gut, dass wir wissen, was zu tun ist in diesen Zeiten und was eben nicht.

Zu Martin Luthers Zeiten war das anders. Da gab es ja noch die Pest. Man hatte nur eine ungefähre Ahnung von der Ansteckungsgefahr der Pest. Abstandhalten gehörte allerdings schon damals dazu. Und weil Martin Luther dies wusste, nahm er sich zurück. Aber er hörte nicht auf zu beten. So schrieb Luther: „So will ich Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen. Arznei geben und nehmen. Orte und Personen meiden, da man meiner nicht bedarf, auf dass ich mich nicht selbst verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte.“

Nächstenliebe, das bedeutet für uns doch für andere dasein, jemanden in den Arm zu nehmen und zu trösten, miteinander Schmerz und Trauer aushalten. Viele Menschen, die Leid erfahren haben, vermissen dies schmerzlich, denken wir nur an die Familien in Nova Scotia, deren Angehörige brutal getötet wurden. Nächstenliebe bringt Segen .

Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.
Hochgelobt sei der erbarmende Gott,
der uns den Ursprung des Segens gegeben;
dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod.

Es ist nicht einfach, auf diese Art der Nächstenliebe und Segen zu verzichten. Eigentlich soll Segen, den wir geben und schenken „Fluch, Jammer und Tod“ verschlingen. Aber gerade das ist ja die grosse Gefahr in diesen Tagen:
dass der persönliche Kontakt womöglich Fluch, Jammer und Tod bringt.

Um des Lebens willen, müssen wir auf persönlichen Kontakt verzichten. Im Moment. Das wird sich wieder ändern. Was sich nicht ändern wird ist die Zusage Gottes in Jesus Christus: Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden: komme, wen dürstet, und trinke, wer will!Holet für euren so giftigen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll!Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

Ihre / Eure Pastorin
Ingrid Doerschel

Wenn Sie mit mir sprechen wollen, oder nur eine Nachricht hinterlassen: Gemeindebüro: 780-433-1604

___________________________________

Brief von Pastor Ingrid am 2. April 2020

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

Langsam nähern wir uns der Karwoche und Ostern. Es ist schwierig darüber nachzudenken, wie wir die Feiertage ohne Gottesdienste in der Kirche und wahrscheinlich auch ohne Familie und Freunde feiern werden.

Kosmas, mein Ehemann, und ich zum Beispiel genossen am Ostermontag (nach den vielen Gottesdiensten in der Kirche) oft mit Freunden ein gutes Osterfrühstück; das werden wir in diesem Jahr vermissen und unser Osterbrot nur mit Hund Shesh und Katze Fritz teilen.

Als Ihre und Eure Pastoren treffen Pastor Eileen, Vikarin Erin, und ich uns regelmässig mit Jordan, Cherie und Frank „online“ und planen die Gottesdienste und viel mehr. Hier, auf unserer deutschen Homepage, werden Sie Gottesdienste und Andachten finden. Wir laden Sie ein, diese Gottesdienstangebote mit Ihren Eltern, Großeltern oder anderen, die kein Internet haben, zu benutzen.

Für alle diejenigen, die keine Internetverbindung haben, bieten für den Karfreitag und Ostersonntag einen besonderen Dienst an: Wir bringen Ihnen das Abendmahl an die Tür. Die Einsetzungsworte werden in der Kirche über Brot und Wein/Traubensaft gesprochen, danach werden Oblaten und Traubensaft/Wein in Papiertüten verpackt und zu Ihnen gebracht. Ich habe mit Dr. Jeff Gusdal über hygienische Massnahmen gesprochen, und wir werden Brot und Wein nach seinen Anweisungen verpacken.

Bitte rufen Sie unser Büro an: 780-433-1604 wenn Sie das Abendmahl an die Tür gebracht haben möchten. Wenn nur ein Anrufbeantworter antwortet, bitte mit Adresse, und teilen Sie uns auch mit, ob Sie Wein oder Traubensaft haben möchten. (Bitte nur, wenn Sie keinen Internetzugang haben). Wir sind für Sie da!

Ein letztes: Vielen Dank an diejenigen, die mich/uns angerufen haben. Es war schön, mit Ihnen am Telefon zu sprechen. Einige fragten, ob sie die Kollekte per Post senden können. Das ist kein Problem! Sorin ist jeden Tag im Büro und empfängt Post und Telefongespräche.

Ihre Pastorin Ingrid

Kinderkirche online

29. März 2020 – Die erste Ausgabe von Kinderkirche Online finden Sie hier. Schauen Sie mal rein!

___________________________________

Brief von Pastor Ingrid am 27. März 2020

Liebe Mitglieder der deutschen Gemeinde, liebe Freunde,

Diese Krise, verursacht durch das Corona Virus, trifft jeden: Diejenigen, die täglich arbeiten müssen um den Lebensunterhalt zu verdienen, die Schwachen, die älteren Menschen, die ganz Jungen, unsere Kirche. Weil in diesen Tagen viele Grenzen und Barrieren zwischen Menschen errichtet werden müssen, dürfen die Grenzen nicht in den Herzen hochgezogen werden. Jedes offene Ohr, jedes freundliche Wort und jede helfende Hand zählt in dieser Zeit besonders und bedeutet viel. An vielen Orten haben sich spontan Freiwillige bereit erklärt, Einkäufe für ältere oder kranke Nachbarn zu erledigen oder Kinder zu betreuen, deren Eltern weiterhin ihrem Beruf nachgehen müssen.

Auch in unserer Gemeinde gibt es einige, die mit Telefongesprächen, E-Mails und anderen Medien den sozialen Kontakt aufrechterhalten und die Gemeinschaft stärken werden. Es ist schon ein paar Tage her, dass Sie unseren Brief erhalten haben. Wir, Ihre Trinitatisgemeinde, die Pastoren, Musiker, Büro und Council, versuchen mit allen Kräften, neue Wege zu finden, Kirche für Sie und Euch zu sein. So zeichnen wir Gottesdienste auf und senden diese über das Internet, bemühen uns zur Zeit, Zugänge zu Radiosendern zu finden und Sie werden auch bald einen Anruf erhalten.
Einmal wöchentlich erhalten Sie eine kurze Andacht, mit Gebet und einem Liedvorschlag. Bitte melden Sie sich auch im Kirchenbüro (780-433-1604) oder bei mir (780-267-4023), wenn Sie jemanden zum Einkaufen brauchen oder das Bedürfnis haben, mit jemanden zu reden. Bitte melden Sie sich auch, wenn Sie Ihre Hilfe anbieten können.

All jenen, die unter den äußeren Umständen schwer zu leiden haben, wünschen ich in den kommenden Tagen und Wochen alle Kraft und die nötige Hilfe. Denen, die erkranken und an Krankheiten leiden, wünsche ich Linderung und, wenn möglich, baldige Genesung.

In diesen Zeiten der Verunsicherung begleiten Sie unsere Gebete und Segenswünsche!
Bleiben Sie behütet an Leib und Seele. Gott segne Sie!
Für Vikarin Erin und Pastor Eileen, Jordan und Cherie, Sorin, und Church Council:

Ihre Pastor Ingrid

Gebet nach Worten aus Psalm 130:

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr, höre meine Stimme!
Aus der Tiefe meiner Einsamkeit und meiner Fragen rufe ich zu Dir:
Bitte höre auf die Stimme meines Flehens! Bitte lass’ mich nicht allein.
Wenn du, Herr, uns nicht zugetan bist , Herr, wer wird bestehen?
Denn bei dir ist die Vergebung, bei dir ist der Mut und die Zuversicht und die Hoffnung.
Ich harre auf dich, meine Seele harret, und ich hoffe auf dein Wort.
Meine Seele wartet auf dich, Gott, mehr als die Wächter auf den Morgen;
mehr als die Wächter auf den Morgen, so hoffe ich auf dich!
Denn nur bei dir ist die Gnade.

Lied: Harre, meine Seele, harre des Herrn
1. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
Sei unverzagt, bald der Morgen tagt,
und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach.
In allen Stürmen, in aller Not wird er dich beschirmen, der treue Gott.
2. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht.
Ewige Treue, Retter in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott

Feiern Sie mit uns Gottesdienst:

Leider nicht in dieser Zeit der Covid Pandemie! Alle Versammlungen, die normalerweise stattfinden, werden in diesen Tagen umgedacht. Bitte lesen Sie die Bekanntmachungen auf der englischen Startseite (Homepage).

Mit der Bibel durch das Jahr

Die Bibel ist Gottes Wort an uns. Wir hören in ihr, wer Gott ist, dass er uns liebt und annimmt, wir erfahren Trost und Vergebung, bekommen Mut, Kraft und Wegweisung. Falls Sie noch nicht täglich die Bibel lesen, ist jetzt eine gute Gelegenheit, damit anzufangen.

Für Zwischendurch gibt es auch viele Hilfen online. Hier sind die wichtigsten:

Neukirchener Kalender: Tägliche Bibellese mit kurzer Auslegung und Liedvorschlag aus dem Gesangbuch.

Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen: Zeigt den täglichen Text online an, bietet verschiedene Bibellesepläne zum Herunterladen (pdf) an, zum Beispiel hier.

Consultation on Common Texts (pdf): Drei Texte für jeden Tag – Psalm, Altes Testament, Neues Testament. Die Texte sind auf den Lesezyklus “Revised Common Lectionary” abgestimmt, dem wir in unseren Gottesdiensten folgen. Navigation: Auf der Startseite, klicken Sie auf “Revised Common Lectionary Daily Readings” und dann auf einen der Links neben “Year B” (pdf oder rtf).